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„Ideen für Rothneusiedl“, 2. Arbeitsgruppensitzung

Am 25. August 2010 fand das zweite Treffen des Zielgebietskoordinators mit VertreterInnen der BI, der Kleingartensiedlungen und Anrainern unter Moderation von Girardi / Tadler statt. Die nächste wird Ende Septmeber statt finden.

Unter vielen der TeilnehmerInnen fand die Sitzung allerdings wenig Zuspruch, da ihnen eine wirkliche Mitsprache nicht wirklich möglich zu sein schien.

>Schade, dass die Erwartungen der Teilnehmenden nicht erfüllt worden sind. Es gibt ein starkes Bedürfnis nach Information, die AnrainerInnen wollen ernst genommen werden.

Hier zwei enttäuschte Reaktionen unmittelbar nach der Veranstaltung.




Rothneusiedl, das neue Babel?


Wie wir heute von berufener Seite vernehmen durften, ist es der Wunsch der Stadt Wien, im Grünland von Rothneusiedl Wohnbauten mit bis zu 60 Meter hohen Türmen zu errichten.

Die vorgesehene Höhe richtet sich nach der geplanten ÖBB – Halle in unmittelbarer Nähe, die mit 30m veranschlagt ist. Diese soll also um das Doppelte überragt werden.

Es stellen sich nun folgende Fragen:

Was ist, wenn die ÖBB – was wir nicht annehmen – sich dem Wettbewerb stellt und die Halle mit 60m Höhe plant – der Logik der Stadt folgend müsste dann der/die Türme 120m hoch sein. Das lässt sich die ÖBB nun nicht gefallen und baut eine Halle mit 130m – die Stadt plant nun auf 160m hoch usw usw. bis der Burj al Arab ein lächerliches Zwergentürmchen im Vergleich zur Rothneusiedler „landmark“ (Originalzitat DI Hrncir) ist.


Was aber ist, wenn die ÖBB aus Mitleid mit den Anrainern die Halle unterirdisch baut? Gräbt dann die Stadt Wien eine doppelt so tiefe Grube? Werden die zukünftigen Bewohner dann zu Höhlenmenschen?

Wer will sich hier ein städtebauliches Denkmal setzen? Der Stadtrat, der Bürgermeister, der Architekt? Die Frage und auch wers finanzieren soll wurde nicht so recht beantwortet, der Verdacht liegt aber nahe, dass der arme Steuerzahler sowohl für die Verladehalle der Bahn als auch für den Turmbau aufzukommen hat.

Wie der Turmbau zu Babel ausgegangen ist kann in der Bibel nachgelesen werden. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die ÖBB sich diesem zweifelhaften Wettbewerb entziehen.

Alice Schön
25. August 2010




2. Arbeitsgruppensitzung „Zielgebiet Rothneusiedl“

Das Thema dieser Veranstaltung war:
Entwicklungsüberlegungen der Stadtplanung – und der genaue Handlungsspielraum der Arbeitsgruppe.

Der Zielgebietsmanager der MA21B hat im Zuge seines Vortrages den zahlreichen kritischen Anrainern den derzeitigen Planungsstand und die weitere „Entwicklung“ von Rothneusiedl zur Kenntnis gebracht. Der Unmut unter den Anwesenden wurde immer größer und heftiger.

Es wurde auch unsere Website beanstandet, sie sei komplett falsch ist schon lange überholt usw.

Diese Ansage ist RICHTIG da nämlich die Texte und Bilder darauf harmlos sind gegenüber den Planungen der Stadt Wien in Rothneusiedl und unsere Befürchtungen noch viel mehr übertroffen werden.

Die Verbauung beginnt mit dem Bau des Güterterminal Inzersdorf mit einer Riesenhalle von 30m Höhe, somit muss die Gemeinde eine eigene „Landmark“ setzten und die Häuser zu Hochhäuser machen - bis zu 60m.

Neben den Terminal sind Gewerbebetriebe geplant, sprich kleinere Transportfirmen bis zu großen Speditionen.

Daneben eine Autobahnanschlussstelle, die später zur Hannsonspange ausgebaut werden soll (A24). Diese Abfahrt ist derzeit sechsspurig geplant. Sie dient zur Überschwemmung des neuen Stadtteiles mit LKW, Bus und PKW Verkehr. Anschließend kommt die U-Bahn Endstelle samt Wendeanlage, P+R Anlage, Busendstellen.

Das Ganze wird noch von einer stark befahrenen Himbergerstraße und der S1 begrenzt.

Auch eine Hochspannungsleitung (380 kV) geht über dieses Gebiet und wird es mit Elektrosmog überziehen.

ICH FRAGE MICH- WER WIRD DORT HINZIEHEN???

Ich kann es erahnen: Es wird eine typische Stadtrandsiedlung wie einst die Rennbahnsiedlung, Großfeldsiedlung usw. und wird zu einen Ghetto verkommen. Die Polizei freut sich schon auf die zusätzliche Arbeit.

Der Handlungsspielraum der Arbeitsgruppe ist in zwei Sätzen gesagt.

Es ist alles schon von „oben“ vorgegeben, es wird gebaut ob wir es wollen oder nicht. Wir dienen nur zur politischen Beruhigung, da ja die Anrainer bei den Planungen angeblich miteingebunden sind - zu Veränderungen in der Planung dürfen wir aber nicht beitragen.

Helmut Zinzenheim
25. August 2010

 

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