Offener Brief der Bürgerinitiative an Stadtrat Schicker vom 09.11.2007
In einem Artikel der Krone vom 5. November wird Stadtrat Schicker zur geologischen Lage der Trasse der verlängerten U1 zitiert. Die Aussage Schickers ist falsch. Die Bürgerinitiative verlangt eine Stellungnahme.
(Dieser Brief erging parallel an die Kronen Zeitung)
Antwort von DI Karl Glotter (im Auftrag von Stadtrat Schicker) vom 27.11.2007
In Fällen größerer Abweichungen ist es immer die Wirklichkeit, die sich geirrt hat.
Zitat aus: Douglas Adams, Das Restaurant am Ende des Universums
Muss mehr dazu gesagt werden?
In einem Artikel der Krone vom 5. November wird Stadtrat Schicker zur geologischen Lage der Trasse der verlängerten U1 zitiert. Die Aussage Schickers ist falsch. Die Bürgerinitiative verlangt eine Stellungnahme.
(Dieser Brief erging parallel an die Kronen Zeitung)
Rothneusiedl, 09. November 2007
Bürgerinitiative
„STOPP Mega City Rothneusiedl“
c/o GH Rothneusiedlerhof, Himbergerstraße 53
1100 Wien
Sehr geehrter Herr Stadtrat Schicker!
Als Sprecher der Bürgerinitiative „STOPP Mega City Rothneusiedl“ möchte ich Sie auf eine Unrichtigkeit in einem Ihrer letzten Statements hinweisen:
In der KRONENZEITUNG vom 5.11.2007 sagen Sie bezüglich der geplanten U1-Verlängerung, dass die U-Bahn-Trasse ab der Eisenbahnkreuzung der Donauländebahn Richtung Süden ansteigen und die U-Bahn dadurch von der Hochlage kommend „in einen Berg“ eintauchen würde. Dies impliziert indirekt, dass die Anrainer in diesem Bereich dadurch kaum Beeinträchtigungen durch die U-Bahn zu befürchten hätten und von selbiger auch „nichts bemerken“ würden.
Dies entspricht leider nicht der Wahrheit!
Das Gegenteil ist der Fall: das Gelände führt vom angeführten Bahnübergang die Himbergerstraße entlang stetig bergab, sodass die geplante Hochlage, über den Liesingbach hinaus, bis zu den für die Stadt Wien so wichtigen Bio-Feldern von Rothneusiedl geführt werden müsste! Die Anrainer wären dadurch sehr wohl einer massiven Beeinträchtigung - sowohl optisch als auch lärmmäßig - ausgesetzt! Von der Staub-Belästigung während der jahrelangen Bauarbeiten ganz zu schweigen ...
Abschließend möchte ich Sie auf unsere Website hinweisen, wo Sie den neuesten Stand in unserer Unterschriften-Kampagne gegen das Mega-Projekt in Rothneusiedl sowie andere wichtige Informationen, die vielleicht auch für Sie interessant sind, finden können!
Mit freundlichen Grüßen
Erich Guzmits
Sprecher der Bürgerinitiative
„STOPP Mega City Rothneusiedl“
www.stoppmegacity.at
Mitglied der „Aktion 21“:
www.aktion21.at
Hier können Sie erfahren, wie man auf ebenem Gelände „in den Berg“ hinein fährt.
Aber wie schon in dem Buch „Das Restaurant am Ende des Universums“ des genialen Schriftstellers Douglas Adams nachgelesen werden kann:
In Fällen größerer Abweichungen [...] ist es immer die Wirklichkeit, die sich geirrt hat.
Es ist wichtig, diese Tatsache immer im Auge zu behalten ...
Herrn
Erich Guzmits
E-Mail: info@stoppmegacity.at
Wien, 27.11.2007
Zielgebiet Rothneusiedl
KRONE-Artikel vom 05.11.2007
Ihr Mail vom 10.11.2007
Sehr geehrter Herr Guzmits!
Herzlichen Dank für das E-Mail, das Sie am 10.11.2007 Herrn Stadtrat DI Schicker gesendet haben. Herr Stadtrat hat mich gebeten, Ihnen direkt zu antworten, was ich sehr gerne tue; wir hatten ja schon öfter Gelegenheit, miteinander zu kommunizieren.
Nach Lektüre des von Ihnen genannten Artikels in der Kronen-Zeitung vom 05.11.2007 kann ich die dort von Herrn Stadtrat Schicker beschriebene Streckenführung nur bestätigen. Als „treuer“ Besucher unserer Ausstellungen und Leser unserer Informationen sollte es aber auch für Sie keine Überraschung gewesen sein zu erfahren, dass die U1 sowohl die Donauländebahn als auch die Liesing überquert, das heißt in Hochlage geführt wird. Das einzig „Neue“ in der Meldung ist der Hinweis, dass nach einer nun getroffenen Entscheidung, die U1 in „gestreckter“ Form, also ohne Verschwenkung, in Nord-Süd-Richtung bis zu ihrem Ende zu führen, die U-Bahn-Trasse bei leicht reduzierter Neigung ab der Rosiwalgasse auf Grund des dort nach Süden ansteigenden Geländeniveaus mit seiner Endstation bzw. Wendeanlage gleichsam „in den Berg“ hinein führt.
Sehr geehrter Herr Guzmits, Sie können also die Mitglieder der Bürgerinitiative „STOPP Mega City Rothneusiedl“ und alle anderen interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger gerne darüber informieren, dass sich auf Grund des derzeitigen Planungsstandes gegenüber den bisherigen Informationen, die sie aus Ausstellungen und Aussendungen der Stadt Wien sowie der Wiener Linien kennen, nur im Endstellenbereich der U1-Linie eine Klärung und damit eine „neue“ Situation ergeben hat.
Mit freundlichen Grüßen
der Projektkoordinator:
e.h.
DI Karl Glotter
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