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Geschichte von Rothneusiedl

Wie Rothneusiedl zu seinem Namen kam, ist umstritten. Ursprünglich hieß der Ort Newsiedel, bezeichnete also ein neues Siedlungsgebiet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte bereits 1301. Möglicherweise stammt das „roth“ im Namen vom roten Erdboden. Andere Deutungen gehen von einer Benennung nach den dort errichteten Rohziegelbauten aus.

Rothneusiedl wurde im 9. Jahrhundert erstmals besiedelt. Im Zuge der Völkerwanderung kamen die ersten Siedler in die weiten Waldgebiete im Süden Wiens.

Von Beginn an bis heute prägt die Landwirtschaft Rothneusiedl. Weniger Auswirkungen hatte die Industrialisierung, auch wenn seit Mitte des 19. Jahrhunderts Tegel abgebaut wurde. Der Ringofen im Favoritner / Rothneusiedler Wappen weist auf diesen Tegelabbau hin, das darunter liegende silberne Band symbolisiert die Liesing.

Rothneusiedl war bis 1938 eine eigenständige Gemeinde, erst mit der Erweiterung Wiens zu Groß-Wien am 1. Oktober 1938 wurde es ein Teil von Wien.

Prägendes Element Rothneusiedels ist der Grüngürtel, der sich hier im Süden Wiens von Unterlaa, Oberlaa, Rothneusiedl bis zur Löwygrube, Heuberggstätten und dem Wienerberg zieht.

Die Fieberkapelle - ein ungewöhnliches Bauwerk mitten in den Feldern

Einen Spaziergang durch die Felder zur Kapelle haben wohl schon viele Rothneusiedler unternommen. Das Bauwerk mitten in den Feldern ist ein idealer Ort um zur Ruhe zu kommen und die Landschaft zu genießen. Doch den wenigsten dürfte bekannt sein, dass diese Dreifaltigkeitskapelle ein sakrales Bauwerk mit erheblichem Seltenheitswert ist.

Gebaut wurde die Kapelle im Jahr 1709 vom Dechanten Cante aus Laxenburg. Auf der Heimfahrt von Wien zurück nach Laxenburg drohte er in der Dunkelheit genau an dieser Stelle in den Sümpfen zu versinken. In seiner Not gelobte er die Errichtung einer Kapelle und konnte samt Pferd und Wagen gerettet werden.

Der Volksmund fand rasch die Bezeichnung „Fieberkapelle“ - als Hinweis auf das von den Sümpfen oftmals verursachte Fieber.

Die dreiseitige Kapelle zeigt an ihrer Ostfront eine rundbogige Türöffnung mit Eisengitter. Alle drei Seiten sind durch Rundbogen, profilierte Gesimse und Lisenen gegliedert. Über dem ebenfalls dreiseitigen Dach ragt ein einarmiges Metallkreuz. Eine ehemals in der Kapelle aufgestellte geschnitzte Madonnenstatue befindet sich jetzt in der Pfarrkirche zu Oberlaa.

Bilder der Fieberkapelle

Der Hascha-Hof

Seit über 20 Jahren gibt es ein Selbsternteprojekt in Rothneusiedl. Die Äcker gehören der Herzfeldschen Stiftung und wurden an Dipl. Ing. Hascha verpachtet, der die Idee hatte, diese Fläche zu parzellieren. Jedes Jahr sind diese Parzellen zu mieten ...

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