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Was steht auf dem Spiel?

Die Webkolumne der Bürgerinitiative

Ausstellung über U1-Verlängerung in Favoriten -
öffentliche Diskussion unerwünscht

Das Interesse der Bevölkerung an der U1-Verlängerung war groß. Hunderte Anrainer und Interessierte kamen am 17. Juni 2008 zur Eröffnung der Ausstellung ins Haus der Begegnung, um sich über die geplante U1-Verlängerung und die Verbauungen in Rothneusiedl zu informieren - und mit dem anwesenden Stadtrat Schicker zu diskutieren.

Mitglieder der Bürgerinitiative "Stopp MegaCity Rothneusiedl" wiesen mit Schildern und Transparenten auf die Folgen der U-Bahn-Verlängerung, nämlich enorme Kosten, längere und unbequeme Wege, Entfall von 2 Stationen und vor allem die komplette Verbauung des Grüngürtels hin.

Mit dem Hinweis, der Saal wäre gemietet, wurden die friedlich informierenden Bürger der Initiative sehr bestimmt gebeten, den Raum zu verlassen.

Mit dem Hinweis, dies wäre eine öffentliche Ausstellung und wohl durch Steuergelder aller Bürger finanziert, nahm die Bürgerinitiative an der Eröffnung teil.

Nach der Eröffnung durch Bezirksvorsteherin Mospointner und Stadtrat Schicker wollten betroffene Bürger, denen noch vor 3 Wochen eine unterirdische Führung angedeutet wurde, die aber jetzt erfuhren, dass es fix sei, dass die U-Bahn in Hochlage vor ihren Häusern fahren soll, eine Diskussion beginnen - und wurden ziemlich vehement auf Einzeldiskussionen mit Experten verwiesen.

Dies sei eine Ausstellung, keine Diskussion, ließ BV Mospointner wissen, Diskussionen könne man im kleinen Kreis führen, eine Plenumsdiskussion sei unerwünscht. Anregungen und Beschwerden könnten auf einer aufgestellten Tafel schriftlich (!) deponiert werden.

Eine Diskussion in großem Rahmen wurde damit nicht ermöglicht.

Die Bürgerinitiative "Stopp MegaCity Rothneusiedl" war verwundert, dass trotz des guten und sachlichen Gesprächsklimas bei Stadtrat Schicker Anfang Juni die Stadt Wien solch sture Haltung annahm - und eine sachliche Diskussion mit den Bürgern bei der Ausstellung ablehnte.

Schlussendlich führten die lautstarken Proteste der Anwesenden doch dazu, dass BV Mospointner eine Diskussionsveranstaltung im Herbst ankündigte.

Auch aus dem Stadtplanungsbüro kam nach langem Ringen die Zusage durch Hrn. Madreiter, dass die Bürgerinitiative "Stopp MegaCity Rothneusiedl" zu weiteren Gesprächen eingeladen wird. Wir legen diese Zusage so aus, dass doch noch Änderungen an den Plänen möglich sind!

Für die Bürgerinitiative "Stopp MegaCity Rothneusiedl" blieben jedenfalls folgende Fragen offen:

  • Warum wird eine so wichtige Ausstellung ausgerechnet während der EURO und da nur 2 Tage und 2 Stunden veranstaltet?
  • Warum wollte man eine Plenumsdiskussion vermeiden?
  • Der Bau der U-Bahn wird laut Auskunft der Wiener Linien erst dann begonnen, wenn alle Grundstücksfragen in Rothneusiedl geklärt sind. Warum war auf den offiziellen Tafeln der Ausstellung davon nichts zu lesen? Warum informiert die Stadt nicht offen über den Status quo in Rothneusiedl?
  • Warum werden die Fahrgastberechnungen nicht offengelegt, die eine U1-Verlängerung überhaupt erst berechtigen?
  • Warum wird verschwiegen, dass die Bau- und Betriebskosten einer U-Bahn-Verlängerung das Säckel der Steuerzahler wieder mehr belastet?
  • Die meistgestellte Frage des Abends lautete allerdings: Warum wird die U1 nicht zu bestehenden Großprojekten wie die Therme Oberlaa oder die Wienerberg-City geführt?

Die Bürgerinitiative „Stopp MegaCity Rothneusiedl“ verlangt, dass oben angeführte Fragen bei der von BV Mospointner angekündigten Veranstaltung geklärt werden und wird diese Diskussions-Veranstaltung im September nachdrücklich einfordern.



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