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Was steht für BewohnerInnen und ArbeitnehmerInnen im Süden Wiens auf dem Spiel?

E-Mails an die Bürgerinitiative

Seit Bestehen der Bürgerinitative haben wir zahlreiche Unterstützungsmails bekommen — und es werden ständig mehr! Wollen auch Sie uns Ihre Meinung mitteilen, so benutzen Sie bitte unser Kontaktformular. Eine Auswahl der E-Mails können Sie hier nachlesen:

04.06.2008 

Sg. Frau Mospointner, Sg. Hr. Planungsstadtrat Rudolf Schicker,

wir haben vom Beschluss der U1 Verlängerung gehört, die ja auch in den Medien eher totgeschwiegen wird.

Die Begeisterung über die Bebauungspläne halten sich ja seit Jahren in engen Grenzen bei diversen Veranstaltungen, jetzt geht man politisch eher den Weg, mal die U-Bahn bauen (die noch dazu oberirdisch unterwegs sein wird), der Rest wird sich schon finden.

Es hat ja durchaus Gründe warum die Bevölkerung hierhergezogen ist, unter anderen auch wir. Und diese Gründe sind sicher nicht, dass Innerfavoriten nach Rothneusiedl wandert. Auch die 4000 Wohnungen die gebaut werden müssen werden das jetzige Feld eher wie den Wienerberg aussehen lassen. Von den sonstigen Plänen bei der Veranstaltung im Dezember 2006 ganz zu schweigen.

Uns ist im Inneren unseres Herzens klar, dass Ihnen das alles egal ist, aber wir haben es zumindestens mal erwähnt.

MfG

04.06.2007 

Betreff: ... auch weiterhin zu wachsen und damit eine wesentliche Voraussetzung für unseren unbestritten hohen Lebensstandard...

Wenn wir vom Lebensstandard schreiben sollte man in Frage stellen: Ist der Lebensstandard höher weil wir eine Mall, ein Kino, ein Einkaufszentrum oder so haben, oder ist der Lebensstandard deswegen höher weil wir: Grüne Wiesen, Regenwald, Klimafördernde Natur, Imbisshütten oder so haben! Was ist wirklich höherer Lebensstandard und diese Frage richte ich an das Rathaus:

Etwa an einem sonnigen Sommertag in ein Kino zugehen und dann im Neonlicht zu shoppen und Pizza essen. Oder in einem grünen Stadt-Naherholungsgebiet mit seinen Menschen einen Ausflug zu machen, Freunde oder Leute treffen und Nordic Walking, Rad fahren, eventuell Schwimmen in einem See, einfach nur spazieren gehen. Eventuell Garten oder Blumen?

Die Frage an das Rathaus daher: Was ist höherer Lebensstandard und Wachstum: Kino,Neon und Betonwelt oder Cotainer Shopping oder eben Wald, Wiese, See und Mensch! Was ist Wachstum: Gletscherschmelze oder Betonbrugen für Touristen um die Gletscherschmelze noch weiter voranzutreiben und sie zu beobachten.

Was ist Entwicklung und Wachstum eine Frage an die Stadtverwaltung und Politik: Regenwälder oder andere Wälder für Gewinnabsichten mit Beton zu opfern oder Gebiete für die Erholung hegen und pflegen!

„Shame on you City Hall!“

Michaela

23.05.2007 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich habe an den Bürgermeister ein Schreiben gesandt, in dem ich um Stellungnahme zum Projekt bat und dies ist die Antwort zu Ihrer Info.

Naja, einen Versuch war es wert

MfG
Martina W.

Schreiben der Magistratsabteilung 18 — Stadtentwicklung und Stadtplanung

Sehr geehrte Frau W.!

Wir bedanken uns für Ihr E-Mail vom 11. Mai 2007, das Herr Bürgermeister Dr. Häupl mit dem Ersuchen zur direkten Beantwortung an uns weitergeleitet hat.

Sehr geehrte Frau W., Sie sind sicherlich genauso wie wir alle sehr stolz, in einer modernen, den Wünschen und Anforderungen der Menschen gerecht werdenden Stadt zu leben, die noch dazu den Vorzug genießt – und das können nicht viele europäische Städte von sich behaupten – auch weiterhin zu wachsen und damit eine wesentliche Voraussetzung für unseren unbestritten hohen Lebensstandard zu bieten. Wir wollen rechtzeitig dafür sorgen, dass in unserer Stadt ausreichend Wohnungen und Arbeitsstätten zur Verfügung stehen und auch entsprechend große Flächen für Erholung und Freizeit angeboten werden können.

Rothneusiedl ist eines jener Gebiete in Wien, das im Stadtentwicklungsplan 2005 (STEP 05) als „Zielgebiet Rothneusiedl“ für eine ausgewogene Stadtentwicklung vorgesehen ist. Das ist an sich nichts Neues, denn bereits im Stadtentwicklungsplan 1994 (STEP 94) wurde Rothneusiedl als „potenzielles Stadtentwicklungsgebiet“ ausgewiesen. In der Zwischenzeit ist allerdings einiges passiert. Die Südrandstraße S1 mit ihren Anschlussstellen an die Laxenburgerstraße sowie Himbergerstraße ist in Betrieb, die ÖBB planen den zweigleisigen Ausbau der Pottendorfer Linie, sowie die Errichtung eines sogenannten Güterverteilzentrums entlang dieser Linie. Die generellen Planungen für die Verlängerung der U-Bahnlinie U1 nach Rothneusiedl stehen vor dem Abschluss. Und schließlich scheint im Ausbauprogramm des Bundes eine weitere Anschlussstelle an die S1 für die geplante Errichtung einer „Verbindungsspange“ zwischen S1 und Südosttangente A23 auf. All dies sind bestehende bzw. geplante Vorleistungen, die als Vorgaben für die Entwicklung dieses Gebietes Sinn machen.

Unsere Aufgabe besteht nun vor allem darin, zu trachten, dass diese Entwicklung harmonisch sowie ökologisch, ökonomisch und sozial verträglich – oder wie wir im Fachdeutsch sagen: nachhaltig – abläuft. Wir wollen die Grundlagen dafür schaffen, dass die Vorteile dieser Entwicklung für unsere Stadt – und hier vor allem für unsere Bürgerinnen und Bürger – überwiegen, dass die Durchmischung von attraktiven Wohnungen mit zukunftsweisenden Arbeitsplätzen positiv gelingt und dass die Versorgung mit genügend großen Freiflächen für Erholung, Sport und Freizeit sichergestellt ist. Ebenso werden wir uns bemühen, dass die Menschen in diesem Teil unserer Stadt auch attraktive Gelegenheiten zum Einkaufen finden werden. Selbstverständlich wird dabei besondere Rücksicht auf die bereits dort wohnende Bevölkerung genommen.

Sehr geehrte Frau W., wir arbeiten an einem Konzept, das den genannten Zielvorgaben entsprechen soll. Es ist uns natürlich bekannt, dass durch in letzter Zeit immer häufiger kolportierte Meldungen viele Menschen in diesem Gebiet verunsichert und oft auch erschreckt werden. Seien Sie versichert, dass viele dieser Ankündigungen übertrieben oder sogar falsch sind.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Erklärungen einen Beitrag zur Information über den Stand der Dinge in Rothneusiedl gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

DI Karl Glotter

der Abteilungsleiter
DI Thomas Madreiter

20.05.2007 

Allein schon die Diskussionen darüber ob man immer mehr Shopping Centers auf die grünen Wiesen stellen soll ist Zeit- und Geldverschwendung. Statt innerstädtiche Bereiche - die ohne lange Anfahrtswege erreichbar sind - zu revitalisiern und mit einem guten Branchenmix und Park- bzw. Lademöglichkeiten attraktiver zu gestalten wird einfach immer weiter an der Peripherie neu gebaut. Da wird einem auf der einen Seite gepredigt man soll Energie sparen, Öffis benützen, zu Fuß gehen,... und andererseits wird man gezwungen bis nach Brunn/Geb. oder sonstwohin an den Stadtrand zu fahren um etwas einzukaufen. In der Stadt bekommt man ja inzwischen so gut wie nichts mehr. Ich wohne im 8. Bezirk, da stehen mittlerweile rundum alle Geschäfte leer, ganze Strassenzüge gehen pleite aber wenn ich eine Schraube kaufen will soll ich stundenlang quer durch Wien fahren ... da kann ja irgend etwas nicht stimmen.

Besonders der Standort ist völlig absurd. Gerade im Süden Wiens, nahe der SCS ist doch absolut kein Bedarf an weiteren Einkaufszentren.

Viele Grüße / Best Regards
Norbert Brust

30.04.2007 

Bravo & Viel Erfolg.

Kein Mensch braucht dort noch ein Einkaufszentrum und schon gar kein Stadion.

Die SCS sorgt schon für genug Verkehrstau im Süden Wiens und die Wiener Wappler-Clubs haben schon mehr Stadien als gute Kicker.

Das Projekt kostet unnütz Steuergelder, verschlimmert die Verkehrssituation u. zieht die Kaufkraft von den innerstädtischen Einkaufsstrassen ab - hinaus ins Nirgendwo. Ganz abgesehen von der Zerstörung von Naherholungsgebieten und natürlich gewachsenem Lebensraum.

Stellt man sich im Rathaus so die Sicherung der Nahversorgung, Verkehrsberuhigung und Reduzierung des Schadstoffaustoßes vor? Oder kauft der Hr. Stronach die zusätzlichen CO2-Kontingente dann von Bangladesh - Der sollte eigentlich mit seiner Racino-Pleite schon genug zu tun haben.

Wenn es nach den Vorstellungen der roten Wiener Stadtplaner in der Kreisky-Ära gegangen wäre hätten wir heute auch rund um die Alte Donau statt der dortigen Kleingärten weitere Siedlungen im Stil des Rennbahnweges mit 18-stöckigen Gemeindebauten als Kreisky-Denkmal. Zum Glück gab's dort seinerzeit auch schon eine entschlossene Bürgerinitiative die das Schimmste verhindern konnte.

So lange Magna & Co. nicht die ganze für ihr Wahnsinnsprojekt benötigte zusammenhängende Fläche besitzen können sie aber sowieso nichts machen - ein EKZ ist ja kein vorrangiges Projekt für das man jemanden absiedeln könnte. Hoffentlich gelingt es den Projektbetreibern nicht die nötigen Flächen zu erwerben.

Norbert B.


29.04.2007 

Von meiner Freundin weiss ich was es heisst wenn die Infrastruktur stirbt, sie wohnt in Siebenhiten, ausser den großen Ketten (Rewe und Spar) gibt es Vorort nichts, da die SCS alles Potential abzieht.

Wir sammeln für euch weiterhin im Freundeskreis, trotzdem wächst die liste von Tag zu Tag.

Viel Glück bei dem Vorhaben

mfG

Maier Norbert

28.04.2007 

Man sollte Grundsätzlich immer davon ausgehen, das sie alle vom Bürgermeister bis zum Entscheidungsträger falsch sind und immer die Antwort wählen, die gerade der Windrichtung entspricht. Einkaufszentren sollte man nun endgültig einbremsen, denn sie fördern das sich Verbreiten großer Handelsketten, die nicht nur durch ihre Anwesenheit Existenzen in Frage stellen sondern durch billiger und noch billiger die Existenz kleinerer absolut nicht fördern.

Michaela L.

27.04.2007 

Liebe Bürgerinitiative!

Ich bin zwar kein Rothneusiedler (ich bin im 9. zuhause) stehe aber voll und ganz zu Eurer „Wehrhaftigkeit“. Ich hoffe Euch bald volle Unterschriftenlisten zuschicken zu können - ein monströses Megaprojekt wie dieses wird wohl auf ganz Wien und Niederösterreich fatale Auswirkungen haben, das kann man nicht ohneweiteres zulassen.

Viel Erfolg und liebe Grüße
G.S.

27.04.2007 

Sehr geehrte Aktive der Bürgerinitiative,

ich habe mit meinem Lebensgefährten gerade eine Wohnung in der Kurt-Tichy-Gasse gekauft. Wir haben uns unter anderem wegen der Nähe zum Stadtrand und der umgebenden Felder für einen Umzug in diese - mir bereits vor unserem Einzug ans Herz gewachsene - Gegend entschieden.

Es wäre ewig schade darum, die Lebensqualität dieses Stadteils den geplanten Riesenprojekten zu opfern. Gerne unterstütze ich die Bürgerinitiative mit meiner Unterschrift. Dazu habe ich aber noch eine Frage:

Ich konnte der Website nicht entnehmen, bis wann die Unterschriften dem Gemeinderat vorgelegt werden sollen.

Wir haben die Wohnung gerade erst gekauft, sind aber noch nicht im 10. Bezirk gemeldet. Hat das irgendwelche Auswirkungen? Falls nicht, kann ich Ihnen die Liste gleich zusenden Falls die Meldeadresse eine Rolle spielt, erst ab Juli. Ist das früh genug?

Danke für die Info und viel Erfolg
Birgit F.

26.04.2007 

S.g. Damen und Herren,

ein weiterer Grund, warum diese MegaCity nicht gebaut werden soll: Ich wohne in der Nähe vom Eisring Süd, der deshalb verfällt, weil die Stadt nichts mehr in die Sanierung investieren will, weil sie meint, dass sowieso in Rothneusiedl ein Sportzentrum gebaut wird. Ich finde das total schade, der Eisring hatte schon was! Dort gibt es eine große ungenutzte Fläche. Wahrscheinlich soll dort wieder nur mehr Wohnghettos gebaut werden.

Ich hab übrigens schon gegen dieses Irrsinnsprojekt in Rothneusiedl unterschrieben.

MfG
Susanne J.

 

Unterschriftenliste:

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Rothneusiedlerhof [neues Fenster]

Himbergerstraße 53
1100 Wien
0676/602 69 51
Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr.: 8 bis 24h
Sa: 10 bis 24h
So. und Fei.: 10 bis 22h

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